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HP Pavilion dv6500 und Linux

Angeschafft habe ich mein Laptop im August 2007. Ich suchte ein Gerät mit möglichst viel Speicher (RAM), aber ohne extra Grafik-Chip, damit er nicht so heiß wird.

Der HP Pavilion dv6500 passte fast perfekt. Dass der Deckel glänzend Schwarz war, wurde zum Glück durch ein schwungvolles leicht graues Muster gemildert.

Hauptdaten:

  • CPU: AMD Turion(tm) 64 X2 Mobile Technology TL-56
  • RAM: 2GB
  • nVidia Chipset (MCP67), liefert auch die Grafik (meldet sich intern als: nVidia Corporation GeForce 7150M rev 162 -- nForce 630M (C67) at PCI:0:18:0)
  • eingebauter Sound des nVidia Chipsatzes wird über Lautsprecher von Altec Lansing sauber ohne Klirren wiedergegeben
  • Ethernet dito vom Chipsatz, als 100MBit full duplex
  • direkt neben dem Modem-Anschluss (den wohl kaum noch jemand heutzutage benutzen wird.)
  • Wlan 54MBit auf 2.4 GHz, Broadcom Corporation BCM94311MCG wlan mini-PCI (rev 02)
  • SD-Card-Slot 5-in-1: liest SD Karten (SD-MS/Pro und MMC und XD) Ricoh Co Ltd R5C822 SD/SDIO/MMC/MS/MSPro Host Adapter (rev 22)
  • Touchpad ebenfalls in Silber-metallic arbeitet präzise, Doppelklick tut, hat im rechten Bereich einen senkrechten Strich-Bereich über den man die Seite scrollen kann (wie ein Maus-Rad), UND es hat direkt einen Knopf zum temporären deaktivieren des Touchpads (merkt er sich auch über einen Neustart hinaus), was besonders hilfreich ist für 10-Fingerschreiber, die sonst mit dem Handballen immer verrutschen.
  • Webcam im Deckel integriert (links und rechts davon zwei Mikrofon-Eingänge),
  • Firewire Anschluss (Ricoh Co Ltd R5C832 IEEE 1394 Controller (rev 05)) (mini ilink Dose)
  • Infrarot-Port, ist leider nur als hid (human interface device) als Hardware verfügbar. Die mitgelieferte Fernbedienung schickt auch nur Tastatur-Kommandos an das Betriebssystem, jegliche Versuche das als seriellen infrarot-port zu benutzen (Handy sync etc) liefen fehl
  • DVD Brenner (DVD+RW DL) mit lightscribe

(Es gibt einen ähnlich ausgestatteten Laptop mit zusätzlich eingebautem Bluetooth, brauchte ich damals aber nicht.) Jetzt habe ich mir einen Bluetooth-Nano Adapter (via USB) zugelegt von SEPIA

(ausgeliefert wird es mit Windows Vista, ich habe mir aber Ubuntu-Linux drauf gespielt)

Zusatztasten am Laptop

Besonders praktisch fand ich die verschiedenen Zusatztasten am Laptop, die auch unter Ubuntu immer problemlos funktioniert haben:

  • Taste am Touchpad (deaktivieren des Toucpads und umgekehrt)
  • WLAN-Schalter (an / aus)
  • Touch-Tasten in einer Reihe über der Tastatur (Lautstärke + und - und mute, Multimedia: vor, zurück, play/pause) und eine DVD- und eine "QuickPlay"-Taste. Letztere startet unter Vista das Mediacenter und unter Ubuntu die Rhythmbox

Anschlüsse

  • 3x USB (2 links, einer rechts)
  • firewire (ilink mini)
  • modem rj45
  • ethernet twisted pair Anschluss
  • frontseitig: 1 Mikrofon-Eingang, und für Kopfhörer Ausgänge 1 und 2
  • 1 Docking-Anschluss (ungetestet)
  • 1x VGA-Anschluss um einen Beamer oder Zweit-Monitor anzuschließen.
  • 1x S-Video Ausgang

Pavilion spielt Ubuntu

Die Installation parallel zum bereits vorhandenen Vista verlief problemlos (Festplattenpartition konnte man bei Vista einfach unter Verwaltung => Datenträgerverwaltung verkleinern).

Anfangs hatte ich noch Fedora installiert, bin aber schnell zu Ubuntu Linux gewechselt.

Das meiste inklusive der Zusatztasten funktionierte auf Anhieb. Probleme mit mangelhafter Erkennung hatte ich anfangs mit der Webcam und dem WLAN-Chip.

Webcam

Unter Vista heißt sie im Gerätemanager nur "HP Webcam". Früher musste man sich noch die Kerneltreiber aus dem GSPCA/SPCA5xx-Projekt selbst kompilieren. Zwischendurch ging dann wieder Skype nicht, da das Skype for Linux erst später das v4l2 Interface benutzen konnte ( Ekiga ging immer mit der Webcam ).

Seit den neueren Kernels 2.6.x funktioniert es automatisch mit dem uvcvideo Module

WLAN

Broadcom BCM94311MCG wlan mini-PCI (rev 02)

Die Revision 2 wurde leider erst ziemlich spät nativ unterstützt (heute Kernel-Module ssb + b43), so dass ich ewig auf das ndiswrapper-Projekt angewiesen war (dass für die eigentliche Funktion auf die Windows-Treiber zurückgegriffen hat). modprobe-Zeile: alias wlan0 ndiswrapper / nun: alias eth1 b43

Verbunden über WPA2 zu einer FRITZ!Box Fon WLAN 7170. Für WPA2 Verschlüsselung brauchte man bisher unter Linux immer die wpa_supplicant Software, neuerdings schickt sich der NetworkManager an das komplett für einen zu übernehmen (zumindest die ganzen Einstellungen)

bis dahin, hier meine /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf:

ctrl_interface=/var/run/wpa_supplicant  
ctrl_interface_group=admin  
update_config=1  
eapol_version=1  
# 0: Der Treiber des Interfaces kümmert sich um das Scannen von Netzen und die AP Auswahl.  
#    Dieser Mode sollte benutzt werden, wenn man eine Verschlüsselung auf ein Kabelnetzwerk legt.  
# 1: wpa_supplicant kümmert sich um das Scannen von Netzen und die AP Auswahl.  
# 2: Fast wie 0, es wird aber mit Hilfe von Sicherheitsrichtlinien und der SSID   
# zu APs verbunden (BSSID wird nicht unterstützt)  
#  
# Normalerweise funktioniert entweder Mode 1 oder Mode 2.  
ap_scan=1  
#  
network={  
ssid="MeinWlanSSID"  
scan_ssid=1  
psk="GeheimesPasswort"  
#   proto=RSN  
key_mgmt=WPA-PSK  
pairwise=CCMP  
priority=1  
id_str="wlan_heim"  
}

Ethernet

Benutzt das Kernel-Modul: forcedeth

SD-Card-Slot

Benutzt das Kernel-Modul: ricoh_mmc

Audio

Benutzt das Kernel-Modul: snd_hda_intel

Bereich: